Donnerstag, 29. Januar 2015

¡Bienvenido en Costa Rica!

22. - 28. Januar 2015

Nun war es so weit: Es war der Tag meiner Abreise nach Costa Rica - für ganze fünf Monate! Ich werde in einer Gastfamilie leben  und in einem Community Service Program arbeiten. Mit der Gastfamilie hatte ich bereits einige Emails ausgetauscht (meine Gasteltern erschienen mir echt symphatisch), von meinem Projekt wusste ich eigentlich nicht mehr, als dass ich in einer Kinderkrippe, die speziell auf Erziehung und gesunde Ernährung ausgerichtet ist, arbeiten werde.
Ich war aufgeregt und neugierig zugleich, als ich am 22. Januar frühmorgens nach den ersten Schwierigkeiten mit dem Visum (ich würde nach den drei erlaubten Monaten kurz aus - und dann wieder einreisen, hatte aber keine schriftliche Bestätigung dafür und musste mir so einen Fakerückflug ausstellen lassen) nach Madrid und von da aus nach San José flog - ganz alleine.
Alles verlief ziemlich problem - und ereignislos von da an - meine Hauptaktivitäten im Flugzeug bestanden aus Filme schauen und essen (sehr viel essen!).
Müde kam ich um 11.00 Uhr oder besser gesagt 16.00 Uhr Ortszeit in San José an. Am Zoll traf ich auf vier Belgier - ebenfalls von AFS. Ich war ganz froh nicht mehr alleine zu sein.
Am Ausgang des Flughafens erwartete uns eine schwüle Hitze und Marcee von AFS Costa Rica, die uns ins Hostel begleitete - über chaotische Strassen, vorbei an farbenprächtigen Häusern und vielen Menschen mit dunklem Haar und dunkler Haut.
Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, gab es noch ein kleine Mahlzeit aus Fisch und Reis, bevor wir noch kurz den nahen Supermarkt besuchten. An die Währung müssen wir uns wohl alle noch gewöhnen - 500 Colones sind umgerechnet etwa 1 Franken. Bald darauf gingen wir müde zu Bett.
Am nächsten Tag traf ich auf den Rest unserer Gruppe - 29 Deutsche, fünf Amerikaner, eine Schwedin und eine Schweizerin, die ich bereits kannte. Wir sind eine aufgeweckte und muntere Gruppe, die echt gut miteinander auskommt.
Die nächsten zwei Tage in San José verbrachten wir im AFS Office, wo wir viele Informationen über Costa Rica bekamen (z.B. über die Anpassung in den Gastfamilien und im Projekt, über Teamarbeit, über die "Pura Vida" - Lebenweise der Costaricaner, über Erwartungen und Vorurteile und wie wir durch AFS an Hilfe gelangen können). Manchmal war es ein wenig langweilig, aber im Grossen & Ganzen machten unsere AFS - Freiwilligen ihre Arbeit sehr gut. Die Stimmung war immer locker und man lernte sich ein wenig besser kennen. Ausser dem "Centro Comercial", wo wir jeweils zu Abend assen, sahen wir nicht so viel von der Hauptstadt. Dennoch: Alles war ein wenig anders hier, mehr den Vereinigten Staaten angelehnt.
Am Sonntag ging es dann los zur "Finca la Flor", wo wir einen zehntägigen Spanischkurs absolvieren werden. Die stündige Fahrt im Bus zeigte uns die Vielfalt der costaricanischen Natur und die bergige Landschaft des Hochlandes. Schlussendlich kamen wir auf der Finca an und uns erwartete das Paradis: Kleine Hütten inmitten von Regenwald, umgeben von kleinen Hügeln, Kühen, Pferden, Ziegen, Katzen, Hunden und Blumen, wo das Auge nur hinreicht. Die Finca ist ausserdem bekannt für ihre alternative Lebensweise (kein Toilettenpapier ins Klo werfen, kein Heisswasser) und für die (vegetarische) Eigenproduktion ihrer Mahlzeiten.
Auch wenn es am Montag anfing zu regnen (und bis jetzt noch nicht aufgehört hat) sind wir an einem wunderschönen Ort. Und: Je mehr Regen, desto weniger Ungeziefer.
Neben dem Spansischkurs in Niveaugruppen (Anfänger, Mittlere, Fortgeschrittene) - die einen hatten den Unterricht sogar im Freien (bis es zu regnen anfing) - gab es Gruppenaktivitäten (ein Dokumentarfilm, eigene Theaterstücke über costaricanische Legenden), ein Treffen mit AFS (damit wir uns Gedanken über unser "Projekt im Projekt", dass wir initiieren sollen, machen) und jede Menge Freizeit. Ich ging z.B. mit zum Fussball im Platzregen, was wirklich lustig war, während andere einen Hike durch den Regenwald unternahmen und wieder andere das Wlan bodigten. Es ist toll hier, aber einen Tipp habe ich noch für alle, die nach Costa Rica reisen: Egal was andere sagen - nehmt zwei oder drei warme Pullover mit: Es kanm nämlich richtig kalt werden hier auf der Hochebene!
Finca la Flor

San José


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